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Übergabe des Johannes Rau Kultur- und Bildungszentrums Alsdorf

am Mittwoch, 20. September 2017, 18 Uhr, Fördermaschinenhaus im Energeticon Alsdorf

Fleißig gelernt wird in den neuen Schulgebäuden am Alsdorfer Annapark bereits seit gut vier Wochen. Jetzt folgte die offizielle Eröffnung, bei der auch die Namenstafeln feierlich enthüllt wurden: „Johannes Rau Kultur- und Bildungszentrum“ heißt der Komplex, der Bildung und Kultur in besonderer Weise vereint. „Mein Mann hat sich immer gerne und mit großer Energie für den Strukturwandel eingesetzt“, sagte die Witwe des ehemaligen Bundespräsidenten, Christina Rau, die als Ehrengast eine Tafel enthüllte. „Die Bildung war dabei für ihn stets ein ganz wichtiger Motor. Er hat immer gesagt: Da, wo die Bürger sind, müssen Bildungseinrichtungen sein!“

Dass es ohne Johannes Rau das Kultur- und Bildungszentrum – und darüber hinaus den gesamten Annapark mit seinem Ensemble aus Wohnen und Gewerbe – gar nicht gegeben hätte, hatte zuvor beim Festakt der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Grund- und Stadtentwicklungsgesellschaft (GSG-GS), Detlef Loosz, betont: „Wer weiß, wie dieses ehemalige Bergbaugelände heute aussehen würde, hätte Johannes Rau nicht während seiner Zeit als Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen dafür gesorgt, dass die Weichen aus Alsdorfer Sicht richtig gestellt werden?“ Möge der Name von Johannes Rau nun ein Ansporn für viele Generationen von Schülern sein, die Weichen in ihrer Entwicklung ebenfalls richtig zu stellen, formulierte Loosz in seiner Rede. Der Bau sei eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung gewesen, bei der viele Kräfte erfolgreich an einem Strang gezogen hätten.  Angefangen bei der Bezirksregierung, für deren Unterstützung er der Regierungspräsidentin Gisela Walsken namentlich dankte, über den Rat der Stadt Alsdorf, der den Bau mehrheitlich vorangebracht hatte, bis hin zu den beteiligten Planungsbüros und Baufirmen sowie besonders der Grund- und Stadtentwicklungsgesellschaft Alsdorf, die den Bau federführend betreut hatte. „Wir alle können stolz auf das sein, was hier entstanden ist!“

Neues Leben gibt es nun inmitten der City. „Hier sind nicht einfach Gebäude für zwei neue Schulen entstanden, sondern ein kulturelles und soziales Zentrum für das gesamte Quartier“, sagte Bürgermeister Alfred Sonders in seiner Ansprache vor zahlreichen Gästen. „Das Kubiz ist das Schlüsselprojekt für den Strukturwandel in unserer Stadt. Bildung ist die neue Kohle – das haben wir uns in Alsdorf ganz dick auf die Fahnen geschrieben.“ Die lange Zeit des Wartens habe sich mehr als gelohnt. Ein Wasserschaden hatte die Eröffnung der Schulgebäude um ein Jahr zurückgeworfen, unerwartet erforderlich gewordene Fundamentarbeiten in der Kraftzentrale verzögern die Fertigstellung dieses Bauteils um wenige weitere Monate – „aber so gut, wie der Bau geworden ist, kann kein Zweifel daran bestehen, dass Lehrer, Schüler und Eltern rundum zufrieden damit sein werden“.

Diese Zufriedenheit brachten auch die Teilnehmer einer Talkrunde zum Ausdruck, die von dem Redakteur René Benden moderiert wurde. Der Leiter des Gymnasiums, Wilfried Bock, die Leiterin der Realschule, Reinhild Behr-Bennemann, sowie die Schülersprecherinnen Lena Wagner (Gymnasium) und Fatima Ben Jilali (Realschule) erinnerten sich an die Zeit des „Ausharrens“ in Ofden und den Neubeginn am Annapark, der eine spannende und erfolgreiche Zeit zugleich gewesen sei. Und weil Kultur künftig eine bedeutende Rolle im Johannes Rau Kultur- und Bildungszentrum spielen wird, gab es bei der Feierstunde einen besonderen Vorgeschmack: Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Chor der Realschule und der Bigband des Gymnasiums, die kräftigen Applaus erhielten.

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