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Ehrenbürger

Hans Vorpeil

Hans Vorpeil wurden am 20. Januar 2012 durch Bürgermeister Alfred Sonders die  Ehrenbürgerrechte  im Rahmen des Empfangs zum neuen Jahr der Stadt Alsdorf verliehen.

Hans Vorpeil wurde am 26.02.1937 in Alsdorf geboren und hat sich durch seinen langjährigen und engagierten Einsatz in außergewöhnlicher Weise um die Stadt Alsdorf verdient gemacht.

Dies gilt nicht nur für seine 20 Jahre währende Mitgliedschaft im Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen, sondern auch für die vielen ehrenamtlichen Funktionen. Er hat sich stets überdurchschnittlich engagiert und so sowohl im politischen wie auch im wirtschaftlich-sozialen Bereich hervorragende Erfolge für unsere Stadt erzielt. Er setzt sich in beispielhaftem Maße für die Menschen in der Region und unserer Stadt im Besonderen ein - bis heute hin.

Von 1975 bis 1994 war Hans Vorpeil Mitglied im Rat der Stadt Alsdorf. Davon war er fünf Jahre stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion. Während seiner Ratsmitgliedschaft leitete er drei Ausschüsse.

Hans Vorpeil war 20 Jahre lang - von 1985 bis 2005 - Mitglied des Landtages des Landes Nordrhein-Westfalen, davon 10 Jahre im SPD-Fraktionsvorstand, 5 Jahre als stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie, 15 Jahre als Sprecher seiner Fraktion im Ausschuss für Grubensicherheit. Dem Wirtschaftsausschuss gehörte er 18 Jahre, dem Grubensicherheitsausschuss 20 Jahre und dem Kulturausschuss 3 Jahre an.

Von 1989 bis 1994 war Hans Vorpeil Mitglied des Bezirksplanungsrates beim Regierungspräsidenten Köln.

Hans Vorpeil ist seit 1972 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, führte 15 Jahre lang von 1975 bis 1990 den SPD-Ortsverein Alsdorf-Mitte und 11 Jahre von 1979 bis 1990 den SPD-Stadtverband Alsdorf.

Seit 1992 ist Hans Vorpeil Mitglied der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie.

Neben seiner Tätigkeit im Fraktionsvorstand und in den Ausschüssen des Landtages widmete Hans Vorpeil seine Tätigkeit als MdL in beispielhafter Weise und extrem erfolgreich der Modernisierung der ehemaligen Bergbauregion Kreis Aachen.

Als Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Alsdorf hatte er 1983 angeregt, mit dem damaligen NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Reimund Jochimsen in der Bergbaustadt Alsdorf eine “Wurmrevierkonferenz” abzuhalten. Das sich abzeichnende Ende des Steinkohlenbergbaus in der Aachener Region (“Wurmrevier”) sollte wirtschafts- und sozialpolitisch aufgefangen werden. Eine ebenso weitsichtige wie sinnvolle Entscheidung.

So schlossen sich die Revierstädte in einer Arbeitsgemeinschaft Wurmrevier zusammen, um ihre gemeinsamen Interessen nachhaltiger zu vertreten. Es wurde ein interkommunaler “Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung” gegründet, dessen Aufgabe darin besteht, benachteiligte Jugendliche zu qualifizieren und somit einen Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit zu leisten.

Als Landtagsabgeordneter regte der Alsdorfer Hans Vorpeil beim damaligen Städtebauminister Franz Josef Kniola an, eine Lenkungsgruppe unter Beteiligung des Landes für die Entwicklung der Zechenbrache Anna in Alsdorf einzusetzen. Die Industriebrache war 1995 in den Grundstücksfonds des Landes NRW übernommen worden, nachdem der Eschweiler Bergwerks-Verein (EBV) die durch Bergrecht auferlegte Sanierung abgeschlossen hatte. Die Landesregierung entsprach dem Vorschlag. In mehr als 10 Jahren wurde eine in Nordrhein-Westfalen beispielhafte städtebauliche Entwicklung auf der ehemaligen Brache initiiert, von der die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger noch heute profitieren. Die wirtschaftliche und soziale Entwicklung unserer Stadt hat dadurch einen enormen Schub erhalten.

Immer wieder holte er als MdL Mitglieder des Landeskabinetts zu Terminen auf das Gelände, um so die notwendige weitere Förderung durch das Land zu sichern.

Die besondere Förderung des Strukturwandels in der Aachener Region zog sich wie ein roter Faden durch seine Tätigkeit als MdL.

Nachdem 1987 beschlossen worden war, die letzte Zeche des Aachener Reviers, die Schachtanlage Emil Mayrisch, Ende 1992 stillzulegen, warb Hans Vorpeil bei der Landesregierung, bei der IHK Aachen und beim Bergbaubetreiber EBV dafür, gemeinsam sofort die notwendigen Maßnahmen für den Strukturwandel einzuleiten und die Voraussetzungen für neue Arbeitskräfte zu schaffen. Von dem Stilllegungsbeschluss waren rund 8.500 Arbeitsplätze betroffen. Als Mitglied des Wirtschaftsausschusses des Landtages unterstütze Hans Vorpeil die Initiative der Region Aachen beim damaligen Wirtschaftsminister Reimund Jochimsen, ein “Sonderprogramm Aachen” ins Leben zu rufen. Das Programm wurde schließlich 1988 beschlossen. Es hatte eine Laufzeit von fünf Jahren, gefördert durch Land und Bund mit jeweils 100 Mio. DM.

Parallel dazu setzte sich Hans Vorpeil beim Wirtschaftsminister für die Gründung von Technologiezentren im Kreis Aachen zur besseren Vernetzung der regionalen Wirtschaft mit RWTH und FH Aachen sowie mit dem Forschungszentrum Jülich ein. Es entstanden die Technologiezentren Herzogenrath-Kohlscheid, ITS Baesweiler und IGA Alsdorf. Ein zukunftsweisender Schritt für die ganze Region.

Sein Handeln war stets geprägt von großer Sachlichkeit. Für ihn spielte die jeweilige Parteizugehörigkeit seiner Partner keine Rolle.

Er engagierte sich vehement und sehr erfolgreich für die städtebauliche Entwicklung seiner Heimatregion.

1984 war Hans Vorpeil Gründungsmitglied der interkommunalen Berufsbildungsakademie “Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung” (VabW). Seit Januar 1985 ist er ununterbrochen dessen Vorsitzender. Durchschnittlich 450 arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene werden durch außerbetriebliche Ausbildung, qualifizierte Weiterbildung und Fortbildungsmaßnahmen dem Arbeitsmarkt zugeführt. Lt. Aussage der Agentur für Arbeit liegt die Vermittlungsquote für die jungen Menschen bei über 65 %. Dazu kommen noch die Jugendlichen und junge Erwachsene, die qualifiziert weitergebildet oder umgeschult werden. Hans Vorpeil war 1986 Gründungsmitglied für das “Euregio-Kolleg”, einer Schule zur Erlangung der Fachhochschulreife und Abitur im Ganztagsunterricht.

Er war Mitbegründer und ist noch Vorsitzender des Fördervereins für das “Medizinische Zentrum Kreis Aachen” (Knappschaftskrankenhaus Bardenberg und Kreiskrankenhaus Marienhöhe, beide in Würselen).

Seit 2001 ist er Vorsitzender des Beirates “Bergbaumuseumsverein Wurmrevier”, der maßgeblich mit dem Verein und der Stadt Alsdorf das euregionale Projekt “Energielandschaft Anna” begleitet. Seit diesem Zeitpunkt war er Mitglied im damaligen Arbeitsvorstand der Stadt Alsdorf, der gemeinsam mit dem Treuhänder LEG das Projekt voranbrachte. Er ist Gründungsmitglied und geschäftsführendes Vorstandsmitglied im Trägerverein des Energeticon-Projektes, der am 28.08.2006 gegründet wurde. Er ist ebenfalls Vertreter in der Gesellschafterversammlung der gGmbH für diesen Verein.

Von 1979 bis 1984 engagierte sich Hans Vorpeil als Schöffe an der Schwurgerichtskammer beim Landgericht Aachen.

Seit 1979 ist er Mitglied der Arbeiterwohlfahrt, seit 1985 Mitglied des Vorstandes der Arbeiterwohlfahrt, Ortsverein Alsdorf-Burg.

Hans Vorpeil ist Mitglied in vielen sozialen, caritativen und gesellschaftlichen Verbänden und Vereinen. Als Mitglied des “Festausschusses Alsdorfer Karneval”, einer Vereinigung zur finanziellen Unterstützung des Brauchtums Karneval, setzte sich Hans Vorpeil mit drei weiteren Persönlichkeiten von 1998 bis 2001 für den Bau des Karnevalsbrunnens vor der Stadthalle Alsdorf ein.

Die erforderlichen Gelder warb die 4-er Initiative ausschließlich über Sponsoring ein. Die Skulptur wurde der Alsdorfer Bevölkerung am 6. Mai 2001 übergeben.

Von 1991 bis 1998 war Hans Vorpeil Mitglied des Beirates der Beteiligungsgesellschaft Aachener Region zur Schaffung neuer Arbeitsplätze nach dem Bergbauende. Die öffentliche Hand hatte den Bergbaubetreiber EBV verpflichtet, diese Gesellschaft zu gründen und Investitionsmittel aus den bergbaufernen Unternehmen des EBV zur Verfügung zu stellen. Die öffentliche Hand verzichtet im Gegenzug auf Stilllegungshilfen des EBV. Es wurden nachweislich durch Initiativen dieser Gesellschaft mehr als 2.000 neue Arbeitsplätze in der Aachener Region geschaffen.

Auch nach seiner Tätigkeit als Landtagsabgeordneter im Jahre 2005 setzte sich Hans Vorpeil unermüdlich weiter für seine Stadt und seine Heimatregion ein. Stärker denn je setzt er bis heute seine Kontakte, seine Kraft und Lebenserfahrung in erheblichem Umfang insbesondere in den vorgenannten Einrichtungen und Vereinen zum Wohl des Gemeinwesens ein.

Das Wirken von Hans Vorpeil für die Region und insbesondere für die Stadt Alsdorf ist mehr als außergewöhnlich.

 

 

Dankansprache von Hans Vorpeil anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerschaft am 20. Januar 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,
lieber Alfred Sonders,
werte Mitglieder des Rates der Stadt,

das ist für mich heute ein sehr emotionaler Moment.

Wer mich kennt weiß, dass ich mit Leib und Seele ein geborener und leidenschaftlich bekennender Alsdorfer bin. Mit starken Bindungen und mit vielen Freunden und vertrauten Menschen in unserer Stadt.

Weil das so ist, bedeutet mir die heutige Auszeichnung sehr viel – und sie berührt mich tief. Sie berührt mich auch deshalb, weil die Laudatio unseres Bürgermeisters bei mir viele Erinnerungen geweckt hat. Es tauchten wieder Bilder und Erlebnisse auf, die meine emotionale Bindung an unsere Stadt geprägt haben.

Alsdorf ist für mich keine Ansammlung von Häusern und kein Netz von Straßen. Alsdorf ist meine vertraute Heimat. Hier habe ich die entscheidenden Stationen meiner Biografie erlebt und gelebt.

Da war meine Kindheit in Kriegs- und Nachkriegszeiten, teils in Kellersberg, teils in Alt-Alsdorf. Ich bin menschlich geformt worden durch ein damals typisches Alsdorfer Arbeiter-Elternhaus in dritter Bergarbeitergeneration.

Da sind die Erfahrungen jahrelanger Arbeit im Bergwerk - unter Tage und über Tage. Und nicht zuletzt durch das Glück der eigenen Familiengründung mit einem liebenswerten Buscher Mädchen vor fast 52 Jahren.

Das sind Stationen eines Lebenslaufs, der für viele Alsdorfer ähnlich verlief. Und dieser Lebenslauf wurde immer begleitet von einer, so erschien es uns damals, dauerhaft sicheren Existenz durch unser schwarzes Gold.

Mir ist diese Erinnerung an damaliges Denken und Empfinden sehr wichtig. Denn heute ist die erste Generation in Alsdorf groß geworden, die den Bergbau nur aus Erzählungen der Eltern oder Großeltern kennt. Aber, die Kenntnis darüber, was wir einmal waren, wirtschaftlich und gesellschaftlich, die ist wichtig, damit wir Alsdorf und vor allem die heutige Situation unserer Stadt verstehen.

Fast 150 Jahre lang hatte Alsdorf den Luxus ausreichender Bergbau-Arbeitsplätze, mit sozialer Sicherheit und scheinbar unerschöpflich großen Steinkohle-Lagerstätten.

Noch vor 30 Jahren glaubten viele, die schwarze Energie-Quelle dieses ehemals heiß begehrten Rohstoffs Steinkohle könne nicht versiegen, und schon gar nicht so jäh versiegen.

Der Schein war trügerisch. Das vorher Undenkbare trat ein wie ein gefürchtetes Naturereignis. Und im Aachener Revier traf es Alsdorf am härtesten.

Es war wie ein Schlag mit dem Hammer, als 1987 das endgültige Ende des Steinkohlebergbaus für unser Wurmrevier beschlossen wurde. Fünf Jahre später erloschen die Bergmannslichter bei uns für immer.

Der Schock saß tief. Aber dann geschah etwas Erstaunliches. Es kam sehr schnell zu einer Trotzreaktion, und sie riss viele mit und führte zu einer in diesem Umfang nie für möglich gehaltenen Aufbruchstimmung in allen Gesellschaftsbereichen.

Die Menschen in der Region hatten den festen Willen, sich den aufgezwungenen Herausforderungen zu stellen. Das war faszinierend. Und das war zugleich mein großes Glück, damals, als junger Landtagsabgeordneter. Denn ich konnte in dieser krisenhaften Zeit diesen festen Willen, diese Entschlossenheit, politisch für unsere gemeinsamen Ziele nutzen.

Der neue Kompass aller Betroffenen zeigte in eine Richtung: Wir wollten die aus jeder Krise erwachsenden neuen Chancen unbedingt nutzen. Das war eines der entscheidenden Signale über unsere Region hinaus, um in Düsseldorf die wichtigsten Türen öffnen zu können.

Die Art, wie die Menschen in Alsdorf und auch in den anderen Städten des Nordkreises Aachen solidarisch und entschlossen dieser Krise entgegen getreten sind, das erzeugte Respekt und Anerkennung bei Landesregierung und Landtag, aber auch auf Bundesebene.

Die Erfolge eines geordneten Strukturwandels blieben nicht aus. Heute sind Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen - trotz nach wie vor teils erheblicher Finanzprobleme - Vorzeigestädte eines bislang gut bewältigten Strukturwandels. Natürlich bleibt noch viel zu tun.

Die schwierigste Zeit aber ist nach nur 20 Jahren in unserer Stadt und auch im gesamten Norden der Aachener Region überwunden. Die Früchte sind für jeden sichtbar und greifbar, der sich bewusst und vorurteilsfrei umschaut.

Und deshalb spannt sich hier auch der Bogen zur heutigen StädteRegion. Denn der beispielhafte Erneuerungsprozess im ehemaligen Nordkreis ist ein Grundstein für die StädteRegion Aachen. Es ist der entscheidende Grundstein, der von Baesweiler, von Würselen, von Herzogenrath und von uns in Alsdorf gelegt worden ist.

Das anzuerkennen ist Sache der Stadt Aachen. So, wie es unsere Sache im ehemaligen Kreis Aachen ist, Aachen als das Oberzentrum in unserer gemeinsamen StädteRegion anzuerkennen. Wir profitieren voneinander. Der eine wird durch den anderen stark – und umgekehrt.

Wir haben das Glück und die einmalige Chance, die StädteRegion als bedeutende Muster-Region aufzubauen. Wir nutzen diese Chance im Wettbewerb mit angrenzenden Regionen nur dann, wenn es uns gelingt, das Wesentliche dem Kompetenzgerangel vorzuziehen.

Sehr geehrte Damen und Herren !

Politische Gestaltungskraft und politischer Gestaltungswillen können viel bewegen. Aber erfolgreich sind sie, wenn etwas Wichtiges hinzukommt. Eine Stadt hat dann eine gute Zukunft, wenn es das Zusammenspiel von politischem Gestaltungswillen und einem großen bürgerschaftlichen Engagement gibt.

Ein Engagement von vielen fleißigen und kreativen Menschen, an den verschiedensten Hebeln und Stellschrauben. Von Menschen, die ihre persönlichen Möglichkeiten nutzen und sich in den Gestaltungsprozess einbringen.

Auch das gehört zum erfolgreichen, vielgelobten Strukturwandel. Es sind die überwiegend auf Ehrenamtlichkeit basierenden sozialen, kulturellen und sonstigen Bürger-Aktivitäten, die erst die Zukunfts-Investitionen in einer Gemeinde zum Erfolg werden lassen.

Ich bin sehr stolz darauf, jetzt Ehrenbürger meiner Heimatstadt zu sein. Vor allem aber bin ich stolz darauf, dass es hier bei uns in Alsdorf so viele Menschen gibt, die unsere Stadt mit vielfältigem Engagement zu einem starken Gemeinwesen machen.

Das sind Menschen, die investieren Herzblut in Vereinen, in sozialen Einrichtungen und Vereinigungen, in Kultur, Brauchtumspflege und Sport, in Gewerkschaften und auch in der Politik. Sie alle machen unsere Stadt zu einer lebens- und liebenswerten Heimat.

Für sie alle nehme ich meine Verantwortung als Ehrenbürger sehr gerne wahr.

Und den Wenigen, die leider nur skeptisch zuschauen, leichtfertig maulen oder nur um der Kritik willen kritisieren, denen möchte ich nach Fußballerart zurufen: Kommt endlich als meckernde Zuschauer herunter von der Tribüne aufs Spielfeld und macht mit. Es lohnt sich.

Die ehrenamtliche Vielfalt in einer Stadt ist das Barometer für Wohlbefinden und positives Lebensgefühl in der kommunalen Gemeinschaft. Es ist die Grundlage für Heimatbewusstsein, Attraktivität und Zukunftsgestaltung.

In Alsdorf zeigt dieses Barometer – um im Bild zu bleiben – auf Hoch und erzeugt für mich ein richtig gutes Gefühl, das ich in zunehmendem Maße spüre.
Ich bin sicher, dieses gute Gefühl haben viele Alsdorfer mit mir gemeinsam.

Vom amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther-King stammt der Ausspruch: „Kein Problem wird gelöst, wenn wir nur träge darauf warten, dass andere sich darum kümmern.“

Ein deutlicher und auch auffordernder Spruch. Er beschreibt für mich treffend die Motivationen der engagierten Alsdorfer Bürgerschaft während der letzten 20 Jahre bis in die Gegenwart.

Lieber Alfred, liebe Mitglieder des Stadtrates,

ich danke euch für diese ehrenvolle Auszeichnung und nehme die Ehrenbürgerschaft meiner Stadt Alsdorf mit Freude, aber auch mit großem Respekt und mit der gebotenen Verantwortung für diese Verleihung gerne entgegen.
Ich denke dabei aber auch an viele Alsdorfer Weggefährten, die sich in Zeiten außergewöhnlicher Herausforderungen mit großem Engagement und Ehrgeiz um unsere Stadt sehr verdient gemacht haben.

Sie werden verstehen, dass ich in meinen Gedanken den einen oder anderen der vielen Mitstreiter an diesem Ehrentitel möchte teilhaben lassen.

Sie alle, meine Damen und Herren, können sich darauf verlassen, dass ich mich jetzt nicht auf der hohen Auszeichnung „Ehrenbürger“ ausruhe. Was ich für Alsdorf tun kann, das werde ich tun. Ich bleibe engagierter Alsdorfer, mit Leib und Seele.
Ich danke Dir, lieber Alfred, für die Laudatio. Ich danke Ihnen, verehrte Anwesende für die Aufmerksamkeit während meiner Rede. Ich will meine Worte mit dem Gruß beenden, der uns seit 160 Jahren bis heute als Symbol und gutes Omen begleitet:

Glückauf, Alsdorf !

© Stadt Alsdorf