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Elke Herten stellt in Stadtbücherei ihr Leben nach dem Schlaganfall vor




Zu einer besonderen Lesung lädt die Stadtbücherei Alsdorf in Kooperation mit der VHS Nordkreis ein. „Leben nach einem Schlaganfall“ ist der Abend in der Bücherei auf der ersten Etage der Stadthalle am Donnerstag, 29. September, überschrieben. Um 19.30 stellt Elke Herten ihr Buch vor, in dem sie die Folgen eines Schlaganfalls beschreibt, den sie mit 49 Jahren erlitt. Die Folge war eine rechtsseitige Lähmung und bedeutete für Elke, dass sie Laufen, Sprechen und Schreiben wieder neu lernen musste. Geblieben ist eine amnestische Aphasie, das sind Wortfindungsstörungen, was Menschen, die es nicht wissen, kaum auffällt. Elke Herten hat sich zurückgekämpft und inzwischen bereits drei Bücher geschrieben, in denen sie von ihrem Leben vor und nach dem Schlaganfall erzählt. „Mein Weg war chaotisch“, sagt Elke Herten, „ich dachte oft, frag mich Löcher in den Bauch, ich weiß es nicht mehr und wenn ich schlafe, ist alles wieder weg“. Um das Problem mit ihrem Kurzzeitgedächtnis zu lösen, begann sie alles aufzuschreiben. So konnte sie immer wieder nachlesen und damit auch ihr Gedächtnis trainieren. Sie fing an das Leben wieder zu mögen und die schlechten Seiten zu akzeptieren. In ihrer Lesung sieht sie sich als Betroffene, die auspackt und mit ihrer Geschichte in anderen den Mut entfacht das Beste aus der Situation zu machen und das Leben zu feiern. Elke Herten ist eine Kämpferin, die bei ihren Lesungen viel von sich erzählt.

Der Eintritt zum Abend mit Elke Herten ist kostenlos, um Anmeldung bei der Stadtbücherei Alsdorf unter 02404/93950 oder stadtbuecherei@alsdorf.de;oder bei der VHS unter 02404 9063 oder www.vhs-nordkreis-aachen.de wird gebeten. 

(apa 15.09.2022)
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