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Integrationsrat der Stadt Alsdorf schafft Mahnmal gegen Fremdenfeindlichkeit




Mit der Pflanzung von zehn Bäumen für die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) sowie einem symbolischen Baum für alle Opfer rechtsextremistischer Gewalttaten in Deutschland hat der Integrationsrat der Stadt Alsdorf im Alsdorfer Tierpark ein Mahnmal gegen Rassismus und rechtsextremen Terror geschaffen.

Der Enthüllung des zugehörigen Schildes, das die Namen aller Opfer des NSU trägt, wohnten zahlreiche Gäste bei, unter ihnen die stellvertretende Städteregionsrätin Christiane Karl und der Dezernent für Soziales und Gesundheit der Städteregion Aachen, Dr. Michael Ziemons. In seiner Begrüßung unterstrich Mevlüt Zorlu, Vorsitzender des Integrationsrates der Stadt Alsdorf, die Notwendigkeit solcher Mahnmale. „Ich wünschte, es gäbe auf der ganzen Welt keinen Rassismus und alle Menschen könnten respektvoll, wertschätzend und in Frieden miteinander leben. Ich wünschte, die schrecklichen NSU-Morde und alle anderen rechtsextremen Angriffe, Handlungen und Morde wären nicht passiert. Doch die Realität sieht leider anders aus. Mit diesem Mahnmal möchten wir an die Opfer von rassistischen Angriffen erinnern und gleichzeitig ein deutliches und sichtbares Zeichen gegen Rassismus und rechtsextremen Terror setzen!“ Auch Bürgermeister Alfred Sonders warnte vor dem Erstarken der Fremdenfeindlichkeit: „Menschenverachtende Hetze verbreitet sich via Internet, Morddrohungen werden gegen Aktivisten und Politiker ausgesprochen. Es ist dringend an der Zeit, dieser Entwicklung entgegenzutreten. Es gilt, deutlich Position zu beziehen gegen die Gefahr des rechten Terrors, dessen Akteure immer skrupelloser werden.“ Enthüllt wurde das Schild auch im Beisein des türkischen Generalkonsuls Turhan Kaya aus Köln und Tayfun Keltek, Vorsitzender des Landesintegrationsrates NRW. 

(apa 09.06.2022)
© Stadt Alsdorf