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Starkes Netzwerk sorgt in Zeiten der Corona-Krise für ganz besondere "Nachbarschaftshilfe" – Weitere Helfer sind willkommen


Foto: geralt@pixabay.com

Die Krise ist beispiellos – aber die Hilfsbereitschaft ist es ebenso: Angesichts der Gefahr, die das neuartige Corona-Virus mit sich bringt, zeigen die Alsdorfer, dass sie ganz eng zusammenstehen. Dass diejenigen, die helfen können, jetzt denen unter die Arme greifen, die diese Hilfe bitter nötig haben.

Ebenso schlicht wie treffend ist ein Projekt überschrieben, in dem sich viele Gruppen und Vereine sowie zahlreiche Privatpersonen engagieren: "Nachbarschaftshilfe". Das sagt, worum es geht. Denn dort finden sich Einkaufshelfer, dort gibt es Menschen, die Vierbeiner Gassi führen oder einen wichtigen Gang zur Apotheke erledigen. Nachbarschaftshilfe eben - für all die, die solche Dinge jetzt nicht selbst tun können oder sollen.

Vor allem ältere Menschen oder solche mit gesundheitlichen Problemen können diese ehrenamtliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Und die funktioniert so, wie sie funktionieren muss: schnell und völlig unbürokratisch! Die Stadt Alsdorf hat das Freiwilligenzentrum der Caritas, das unter dem Dach der Alsdorfer Beratungs-, Bildungs- und Begleitungsangebote (ABBBA) beheimatet ist, gebeten, die Koordination zu übernehmen. Angeleitet vom Sozialamt der Stadt Alsdorf, wird das Freiwilligenzentrum zum Zentrum des Netzwerks. Dort haben sich bereits viele eingeklinkt und sich als Helfer zur Verfügung gestellt. Mitglieder der Facebookgruppe "Gemeinsam stark gegen Corona in Alsdorf" sind ebenso dabei wie das Deutsche Rote Kreuz. Auch die Jusos und die Junge Union mischen mit und zeigen, dass die Hilfe eine Sache ist, die fernab von jeglichen Parteigrenzen liegt.

Mit im Boot der Helfer ist auch der Alsdorfer Tisch, der nun wieder aktiviert wird und während der kommenden Wochen nicht mehr vor Ort im St.-Castor-Haus für Bedürftige da ist, sondern einen mobilen Service anbietet. So können die Menschen mit erhöhtem Risiko dort bleiben, wo sie derzeit am sichersten aufgehoben sind: in den eigenen vier Wänden. Die Essenslieferungen des Tisches werden sie dort ganz unproblematisch erreichen. Für Bürgermeister Alfred Sonders zeigt sich hier einmal mehr die große Stärke der Alsdorferinnen und Alsdorfer. "Hier beweist sich wieder der Geist, den es schon in den Zeiten des Bergbaus ganz selbstverständlich gab: Die Alsdorfer haben einfach ein Herz füreinander und passen aufeinander auf. Das ist eine Solidarität, die mich enorm begeistert und die mir zeigt, dass wir auch diese Krise meistern können und meistern werden. Denn wir werden weiterhin zusammenstehen und denen unsere Hilfe geben, die diese Hilfe brauchen!"

Material und vieles mehr wird für die Arbeit innerhalb der "Nachbarschaftshilfe" vonnöten sein. Die Anschaffung kann auch durch Spenden finaziert werden. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dies über das Konto der Stadt Alsdorf unter: IBAN DE02 ‪3905 0000 0001 5003 62; BIC AACSDE33. Verwendungszweck: 379710 - Nachbarschaftshilfe Alsdorf.

Im Freiwilligenzentrum der Caritas koordiniert Johannes Burggraef die Anfragen von potenziellen Helfern und Menschen, die sich unterstützen lassen möchten. Dazu steht die telefonische Hotline 0241/94927180 zur Verfügung, die montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr sowie montags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr erreichbar ist. Darüber hinaus ist ein Kontakt auch per E-Mail möglich unter: nachbarschaftshilfe@caritas-aachen.de

(apa 26.03.2020)

 Kontakt

Freiwilligenzentrum der Caritas

Ansprechpartner: 
Johannes Burggraef 

erreichbar
montags bis freitags
von 10 bis 12 Uhr sowie
montags bis donnerstags
von 15 bis 17 Uhr

Telefon: 0241/94927180

E-Mail: 
nachbarschaftshilfe@caritas-aachen.de

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