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Gemeinsam das Retten geübt – Betriebsbereiche Abwasser Alsdorf und Jülich trainieren zusammen den Ernstfall




Hochkonzentriert folgten rund 20 Männer den Ausführungen und Anweisungen von Carsten Weiß, Trainer der Firma Dräger Safety AG & Co. KGaA, der mit reichlich Demonstrations- und Übungsmaterial angereist war, um in einer konzentrierten Rettungsübung den Ernstfall zu proben und für diesen gerüstet zu sein.

Bereits seit 2011 gibt es die kommunale Kooperation zwischen den Abwasserbetrieben Alsdorf und Jülich mittels dieser Rettungsübungen. Bis dahin gab es zwar auch die verpflichtenden regelmäßigen Unterweisungen, diese werden jedoch seitdem in die weitaus umfassendere Übung integriert. Sicherheit geht eben auch „untertage“ im Kanal vor.

Dass es unter der Straße in 220 Kilometer Kanalnetz allein in Alsdorf manchmal recht gefährlich zugehen kann, wissen die wenigsten Menschen. Ob Sauerstoffmangel, das Entstehen giftiger oder gar explosiver Gase – wenn im mehr oder weniger engen Kanalsystem einem Mitarbeiter etwas passiert, müssen die Kollegen schnell, sicher und richtig helfen können.  Selbst Kreislaufprobleme, Ausrutschen, Hinfallen – was immer über der Straße möglich ist, kann auch im Kanal passieren. Doch nicht nur Kanäle, auch Bauwerke und Pumpstationen mit dazugehörigen Messeinrichtungen im Kanal müssen überprüft und instandgehalten werden. Insgesamt 18 Sonderbauwerke von Pumpstationen über Regenrückhaltebecken und Abschlagsbauwerke werden vom Betriebsbereich Abwasser, Alsdorf gewartet.

Ausgerüstet sind die Mitarbeiter grundsätzlich mit einer persönlichen Schutzausrüstung vom Helm über Handschuhe, Lampen, Gaswarngeräte bis zu einem so genannten Sauerstoffselbstretter. Doch auch der Umgang damit muss geübt werden, damit unter Druck die Handgriffe sitzen. Stets ist auch ein Kollege als Sicherungs- und Rettungsposten mit Pressluftbeatmung in der Nähe – um bei Bedarf retten zu können. Damit das im Ernstfall wie am Schnürchen klappt, wird das Prozedere in Rettungsübungen trainiert. Die Kollegen retten sich dabei gegenseitig unter realitätsnahen Bedingungen: In verwinkelten Rohren durch künstlichen Rauch und dunkle Gänge, sie testen Beatmungsgeräte, bedienen Seilzüge und schwitzen beim Transport von Kollegen, die einen Unfall hatten. Am Ende des Tages sind alle zufrieden und sicher im Umgang mit Geräten und dem eigenen Wissen.

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(apa 17.02.2020)

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