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Peter Weyers hat die Entwicklung der Altgemeinde Hoengen umfangreich beleuchtet


Umfangreich aufgearbeitet: Die Entwicklung der Altgemeinde Hoengen von 1848 bis 1911 hat Peter Weyers (rechts) in seiner Arbeit beleuchtet, die er jetzt im Amtszimmer von Bürgermeister Alfred Sonders vorgestellt hat.

Der Zustrom war gewaltig. „Die Integration, die heute so oft die Schlagzeilen bestimmt, war schon damals ein großes Thema“, sagt der Heimatforscher und Autor Peter Weyers. Er hat in einer Arbeit skizziert, wie die Ära des Steinkohlebergbaus auch die Altgemeinde Hoengen grundlegend verändert und nachhaltig geprägt hat. Die Zeit von 1848 bis 1911 hat er dazu beleuchtet. „Die Mariengruben in Mariadorf hatten damals einen enormen Zulauf, der Bedarf an Arbeitern war ja geradezu riesig.“ Diese neuen Arbeiter kamen aus ganz Deutschland und auch über die Landesgrenzen hinweg in die Altgemeinde Hoengen, die dadurch kräftig wuchs.

Der 78-jährige Peter Weyers erinnert sich noch gut an die Reibungspunkte, die es damals gab. Auf der einen Seite standen diejenigen, die unter Tage schufteten und zumeist in Mariadorf lebten. Auf der anderen Seite gab es in Hoengen zahlreiche, oft wohlhabende Landwirte. „Da stand man sich des öfteren argwöhnisch gegenüber.“

Ein Lesebuch habe er ausdrücklich nicht schreiben wollen, betont der FH-Ingenieur, der beruflich mit Produktions-Controlling und Anlagenabrechnung betreut war. Vielmehr ist es ein Nachschlagewerk. „Ich bin von meinem Beruf her schon ein wenig zahlenverrückt.“ Dazu passt es, dass er in der Recherche zu seinem Buch rund 11.000 Geburtsurkunden und 5.000 Sterbeurkunden gesichtet hat, um die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur zu beleuchten. Seine Quellen hat er ausgewertet und präsentiert in dem Buch umfangreiche Statistiken. Wie groß ist die Zahl der Herkunftsgebiete? Wie viele Bürger kamen neu in die Gemeinde? Wir verlief die Entwicklung der Familiengründung und der Kindersterblichkeit? Diese und viele Fragen mehr beantwortet er mit ausführlichem Zahlenwerk. „Dieses Werk ist ein Highlight für die Familienforscher und für die Geschichtsschreibung in unserer Kommune“, sagt Eberhard Malecha, der das Archiv des Geschichtsvereins Alsdorf betreut. „Die Daten wurden mit großer Akribie ausgewertet.“ Lob dafür gab es auch von Bürgermeister Alfred Sonders, der als einer der ersten einen Blick in das Buch werfen konnte. 

(apa 04.12.2019)

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