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Klimaschutzpreis würdigt vorbildliches junges Umweltbewusstsein auch in Alsdorf




Auch in diesem Jahr würdigt der innogy-Klimaschutzpreis Initiativen, die sich auf besondere Weise für den Umwelt- und Klimaschutz in einer Kommune einsetzen. Energie einsparen, Umweltbeeinträchtigungen reduzieren, die Qualität von Luft und Wasser verbessern, Lebensräume erhalten oder zur Umweltbildung beitragen: Klimaschutz erstreckt sich auf viele Gebiete. Entsprechend vielfältig waren die Ideen.                                 

Jetzt hat die Stadt Alsdorf fünf Preisträger ausgewählt. Die Urkunde und Schecks in Gesamthöhe von 2.500 Euro wurden von der Technischen Beigeordneten Susanne Lo Cicero-Marenberg gemeinsam mit Walfried Heinen, Kommunalbetreuer der innogy, übergeben. 

Erster Preisträger ist mit einem Preisgeld von 1.250 Euro die Gustav-Heinemann-Gesamtschule. Die Schule hat sich mit Projekten in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit hervorgetan. So wurden im Schulgarten große Insektenhotels gebaut und aufgestellt und Patenschaften für Parzellen auf dem Schulgelände zur Aussaat und Pflege von Bienenwiesen vergeben. Auch das Schulfest stand unter dem Motto „Klimaschutz“, hier gab es vielfältige Aktionen, zu denen ein Umweltquiz, selbst gebaute Upcycling-Produkte oder die Herstellung von regionalen Lebensmitteln wie Apfelmus und Marmelade gehörten.

Daneben gab es beim Schulfest plastikfreies Catering und Bio-Verköstigung aus eigener Herstellung. Neue Projektpläne sehen die Errichtung eines Wasserautomaten für die Schule vor. So können viele Schüler auf mitgebrachtes (und weit gereistes) Wasser aus dem Supermarkt verzichten und Wasser aus dem lokalen Netz verwenden.

Mit 750 Euro wurde die Marien-Realschule bedacht. Die Schüler hatten sich im Biologieunterricht zunächst intensiv mit dem Thema Insektensterben und Bienenschutz auseinandergesetzt. Anschließend entstanden Bienen- und Insektenhotels sowie Hochbeete. Der Biologiekurs der 8. und 9. Klassen wird zudem bienenfreundliche Beete anlegen und „Saatbomben“ mit heimischen Pflanzen herstellen. Informationsmaterialien hierzu erstellt der Sozialwissenschaftskurs und wird diese an die Schüler der Realschule verteilen. Mit dem Preisgeld soll auf dem Schulgelände ein Bienenvolk angesiedelt und betreut werden. Koordiniert wird dies durch einen Lehrer mit Imkererfahrung.

Über 500 Euro Preisgeld durfte sich das „Going Green Team“ des Alsdorfer Gymnasiums freuen. Die Schüler befassen sich in diesem Team umfangreich mit dem Thema Plastik/ Mikroplastik und dessen Auswirkungen auf die Umwelt. Weiterhin engagiert sich der Kurs in der Projektwerkstatt „Mein Veedel. Mein Kiez. Mein Quartier.“ der Friedrich-Ebert-Stiftung. Ziel ist es, Schüler für Kommunalpolitik zu begeistern.

Mit einem Sachpreis wurden die Gewinner des vergangenen Jahres bedacht: Die Kinder der Kita Kellersberg hatten mit ihrem Preisgeld Treibhäuser gekauft, die im Außenbereich des Kindergartens errichtet wurden. Der Anbau heimischen Gemüses, dessen Wertschätzung und Verarbeitung standen im Mittelpunkt der „Koch-AG“. Aus diesem Projekt heraus entstand die Idee, Komposter für die Pflanzenreste bauen. Ebenso fanden Aktionen zur Mülltrennung, Müllvermeidung, Recycling und Upcycling statt. Die Aktionen im Rahmen spielerischen Lernens und auch Besuche von Experten (Gartenvereine, AWA Entsorgung) sollen fortgeführt werden.

Ebenfalls einen Sachpreis erhielt die Familie de Bache, insbesondere die Kinder Jeanne (9) und Jacques (11), die sich sehr für den praktischen Umwelt- und Klimaschutz engagieren. Beide sind Botschafter der Kinderumweltorganisation „Plant for the Planet“, die unter anderem durch Baumpflanzaktionen wichtige Beiträge für Klima und Biodiversität leistet. Mit Infoständen sind die Kinder zudem bei Stadtfesten, Sportveranstaltungen und weiteren Anlässen vertreten.

Die Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg dankte allen Klimaschützern für ihr großes Engagement. „Die kreativen Projekt zeigen, dass Umwelt- und Klimaschutz in außergewöhnlicher Weise von den jungen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt erfolgreich vorgelebt wird. Dieser außergewöhnliche Einsatz ist vorbildlich für Alsdorf.“

Walfried Heinen stellte fest: „Mit dem innogy-Klimaschutzpreis werden herausragende Initiativen für den Klimaschutz mit großem bürgerlichem Engagement gewürdigt, Ich bin immer wieder überrascht, wie vielfältig umweltbewusstes Verhalten in puncto Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sein kann.“ 

(apa 13.11.2019)

Kontakt

Susanne Lo Cicero-Marenberg

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