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Alsdorfer Feuerwehr demonstrierte ihr Können




Erst brannte es, dann krachte es. Bei der diesjährigen Gesamtwehrübung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Alsdorf hatten die Feuerwehrfrauen und -männer alle Hände voll zu tun. Um 16:00 Uhr ertönten die Alarmsirenen. Unter dem Einsatzstichwort „FEUER SOS - Menschenleben in Gefahr“ rückten mehrere Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst zum Denkmalplatz aus.

Neben den Einsatzkräften des Löschzuges 1 der Freiwilligen Feuerwehr eilte auch Unterstützung der hauptamtlichen Wache heran. Gemäß der höchsten Alarmierungsstufe der Alsdorfer Wehr kamen so zahlreiche Einsatzfahrzeuge zusammen. Am Übungsobjekt angekommen, bestätigte sich die Einsatzlage: Ein Wohnungsbrand mit starker Rauchentwicklung aus dem ersten Obergeschoss. 

Vor den Augen zahlreicher Besucher wurden die anrückenden Fahrzeuge, so auch die Alsdorfer Drehleiter in Stellung gebracht. Gleich mehrere Personen galt es aus dem Brandobjekt zu befreien. Aus den geöffneten Fenstern drang dichter Rauch und Personen machten bereits auf sich aufmerksam. Da eine Flucht über das Treppenhaus aufgrund einer Brandausbreitung nicht mehr möglich war, diente die Drehleiter als Leiterbrücke. Auf diese Weise konnten insgesamt vier Personen aus dem Brandobjekt befreit werden.   

Parallel hierzu wurde die Brandbekämpfung eingeleitet. Während Angriffstrupps unter Atemschutz im Inneren des Gebäudes den Brandherd suchten, verhinderte die Jugendfeuerwehr unter Vornahme von drei C-Rohren eine Ausbreitung auf weitere benachbarte Gebäude. Das Feuer konnte schnell gelöscht und alle vermissten Personen aus dem Gebäude gerettet werden. Die Übung wurde unter Applaus der anwesenden Gäste beendet. Bereits während der laufenden Aufräumarbeiten, ging ein zweiter inszenierter Notruf ein: Ein schwerer Verkehrsunfall auf dem Vorplatzgelände des Denkmalplatzes mit drei verletzten Personen. Umgehend rückten Rettungskräfte des Löschzuges 2 und 3 der Freiwilligen Feuerwehr vom Bereitstellungsraum zur Einsatzstelle aus.

Vor Ort fanden die Einsatzkräfte einen Verkehrsunfall vor, bei dem ein Auto und ein Lastwagen beteiligt waren. Für eine realistische und anschauliche Darstellung der Einsatzlage wurden reale Unfallautos seitens der Übungsleiter Andreas Hodenius und Max Hodenius beschafft. Pressesprecher Andreas Wolf erläuterte den anwesenden Zuschauern die angenommene Einsatzlage: Der LKW-Fahrer hatte während der Fahrt das Bewusstsein und somit die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Der LKW prallte daraufhin gegen einen Baum. Ein entgegenkommender PKW bemerkte die Unfallstelle zu spät und kollidierte seitlich mit dem LKW. 

Umgehend wurde die Personenrettung eingeleitet: Die Einsatzkräfte des Löschzuges 2 kümmerten sich um die Versorgung des eingeklemmten LKW Fahrers, während die Einheiten des Löschzuges 3 zwei Personen aus dem verunfallten PKW retteten.

Mit Schere und Spreizer wurden die Seitentüren der Unfallfahrzeuge entfernt, um einen direkten Zugang zu den verletzten Personen zu erhalten. Schnell waren die zwei Personen aus dem PKW befreit. Die Befreiung des LKW Fahrers, inszeniert von einer realen Person, wurde erschwert durch eine starke Deformation des Führerhauses. Für eine patientenorientierte Betreuung und auch für die Erleichterung der weiteren Einsatzmaßnahmen kam eine so genannte LKW Rettungsplattform zum Einsatz.

Nachdem das Führerhaus gesichert und die Türen sowie die Frontscheibe entfernt waren, konnten sich die Einsatzkräfte einen Zugang zu der verletzten Person verschaffen. Die Zuschauer beobachteten gespannt das behutsame Vorgehen der Einsatzkräfte, denn so nah konnte man einer technischen Hilfeleistung selten sein. Letztendlich konnte auch der Fahrer des LKWs mittels eines Spineboards aus dem Führerhaus befreit werden. Nach über zwei Stunden war die diesjährige Gesamtwehrübung der Freiwilligen Feuerwehr Alsdorf beendet. Im Anschluss daran trafen sich Vertreter der Stadt Alsdorf, darunter auch Bürgermeister Alfred Sonders, der erste Beigeordnete der Stadt Ralf Kahlen und der Leiter des Ordnungsamtes Jürgen Kochs mit allen Teilnehmern der Übung zu einer kleinen Stärkung auf der Feuer- und Rettungswache in Alsdorf.

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(apa 16.10.2019)

 Kontakt

Christoph Simon
Brandmeister u. Pressesprecher 

Andreas Wolf
Pressesprecher

Feuerwehr der Stadt Alsdorf
Am Feuerwehrhaus
52477 Alsdorf 

Tel.: 02404 / 913310

E-Mail: 
pressesprecher@feuerwehr-alsdorf.de

Internet: 
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