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Sicher bei der Arbeit, glücklich im Beruf




Wie schütze ich mich als Retter bei Übergriffen im Einsatz? Dieser Frage und gleichzeitig Herausforderung müssen sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst leider zunehmend im Alltag stellen. Dies trifft nicht nur in Feuerwehrkreisen auf Unverständnis. Voller Herzblut, arbeiten Rettungskräfte auch an den Tagen, an denen ihre Mitbürger frei haben und oder die Zeit mit ihren Liebsten in vollen Zügen genießen können. Sie engagieren sich gerne, für den in unseren Augen "besten Job der Welt". Immer häufiger jedoch, geraten sie in unvorhersehbaren Situationen, bei denen sie aus unerklärlichen Gründen Aggressionen und Gewalt ausgesetzt sind, obwohl sie nur helfen wollen.

Aus diesem Grund beschloss man seitens der Alsdorfer Wehrführung diesem negativen Trend in Form einer Workshop-Reihe entgegen zu wirken.

So waren an dem vergangenen Wochenende drei Trainer des Gemeinschaftsprojekts "DEUS" aus Eupen, zu Gast auf der Feuer- und Rettungswache in Alsdorf. Frank Backes, ist Kampfkunstexperte aus Ostbelgien und gleichzeitig Seminarleiter für Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen und Sozialeinrichtungen. Marc Springer ist ebenfalls Kampfkunstexperte und zugleich Polizeihauptkommissar in Aachen. Unterstützt wurden die beiden von der erfahrenen Referentin Leonie Berther.

Was ist DEUS? Das Projekt mit dem Motto "Sicher bei der Arbeit, glücklich im Beruf" richtet sich an Berufsgruppen, die bei ihrer Arbeit unangenehmen oder sogar gefährlichen Situationen ausgesetzt sein können. Verbunden durch die Kampfkunst und begeistert durch die Vision, dass durch die Bündelung der gemeinsamen Kompetenzen etwas Großartiges entstehen kann, führen die Trainer seit 2015 gemeinsame Seminare zum Thema Deeskalation und Selbstschutz am Arbeitsplatz durch. Nach vielen erfolgreich durchgeführten Seminaren an Krankenhäusern, Schulen und Ämtern in Aachen und Ostbelgien, entstand schließlich 2018 das Projekt DEUS.

Mit großem Interesse, Engagement und Spaß, trainierten die Alsdorfer Einsatzkräfte der hauptamtlichen Wache, verschiedene Techniken zum Selbstschutz.

Die richtige Vorgehensweise wurde hierbei zunächst auf der taktischen Ebene besprochen und im zweiten Schritt, auf der praktischen Ebene in intensiven Schulungseinheiten trainiert.

Im Vorlauf zu den Workshops, wurde in einem Gespräch zwischen dem Leiter Rettungsdienst Olaf Gesell und den beiden Trainern Marc Springer und Frank Backes genau erarbeitet, welche Situationen und Örtlichkeiten von Bedeutung für die Alsdorfer Rettungskräfte sind. Es wurden bisherige Fälle von Aggressionen und Gewalt gegen Einsatzkräfte geschildert, in denen es für die Kräfte einmal ungemütlich oder brenzlig wurde. Auf dieser Grundlage konnte DEUS maßgeschneiderte Inhalte anbieten und intensiv vermitteln.

Folge- Workshops sind auf der Alsdorfer Feuer- und Rettungswache bereits in Planung, die nicht passender hätten starten können - pünktlich zum Kampagnen-Start “Sicheres Deutschland“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

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(apa 13.05.2019)

 Kontakt

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Brandmeister u. Pressesprecher 

Andreas Wolf
Pressesprecher

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52477 Alsdorf 

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