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„Alsdorf unter’m Hakenreuz“: Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Alsdorf entwickeln App und historischen Rundgang – Zeitzeugen und Geschichtsverein als Partner




„Ein großartiges Projekt.“ Bürgermeister Alfred Sonders war begeistert, als Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Alsdorf ihre Arbeit „Alsdorf unter’m Hakenreuz“ vorstellten. „Ich habe noch von meinen Großeltern und Nachbarn in der Siedlung Geschichten vom Schrecken des Krieges gehört. Für Kinder und Jugendliche von heute ist das anders. Sie können kaum noch Zeitzeugen treffen“, erklärt Sonders. Da kommt die neue App zur historisch-politischen Bildung gerade recht, denn für sie haben die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs  die Geschichte der Stadt Alsdorf zur Zeit des Nationalsozialismus untersucht. Begleitet wurde das Projekt durch Andreas Gossens, Abteilungsleiter Berufliches Gymnasium und Ausbildungsbeauftragter am Berufskolleg Alsdorf. Themen waren unter anderem die Machtergreifung, das Leben im Nationalsozialismus, Judenverfolgung, Holocaust, das Euthanasieprogramm, Widerstand, Alltagsleben, Propaganda, Vereine, Zwangsarbeit und Zweiter Weltkrieg. Die Idee: Was geschah in Deutschland, was geschah in Alsdorf? Stichwort Regionalisierung. Unterstützung erhielten die Schülerinnen und Schüler durch den Alsdorfer Geschichtsverein, über den auch Kontakte zu Fachleuten und Zeitzeugen wie Friedrich Looser hergestellt wurden. Keine Frage, dass es sich auch Rudolf Bast und Eberhard Malecha vom Geschichtsverein Alsdorf nicht nehmen ließen, zur Vorstellung zu kommen. Der Geschichtsverein ist Partner des Projektes. Auch Zeitzeuge Friedrich Looser und Dr. Franz Schneider waren gekommen. Unterstützung bekamen die Schülerinnen und Schüler auch von Vogelsang. Das Berufskolleg Alsdorf, das durch den stellvertretenden Schulleiter Jürgen Weckler vertreten war, unterhält eine Bildungspartnerschaft mit Vogelsang.  

Die Ergebnisse des Schülerprojektes sind in einer App verarbeitet worden, die eine historische Stadtführung durch Alsdorf ermöglicht. Zu jedem untersuchten Thema werden zunächst allgemeine Informationen gegeben, die durch entsprechende Bilder veranschaulicht werden. Im Anschluss erfolgt die Analyse der Verhältnisse in Alsdorf, veranschaulicht durch Photos, Zeitzeugenaussagen und historische Tondokumente.

Die App ist dem Alsdorfer Geschichtsverein angeboten worden, damit im Sinne der historisch-politischen Bildung sämtliche Bürgerinnen und Bürger von dieser App profitieren können. Über das Heimatförderprogramm (Heimatscheck) des Landes NRW konnte die Lizenz zur Nutzung der App vom Betreiber „actionbound“ über einen Zeitraum von 4 Jahren gekauft werden. Die App steht somit jeder Bürgerin und jedem Bürger frei zur Verfügung. Die App „actionbound“ kann im App-Store für iOS und Android heruntergeladen werden. Unter dem Suchbegriff „Alsdorf“ kann das Projekt „Alsdorf unter’m Hakenkreuz“ geladen werden.

(apa 21.12.2018)

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