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Arbeitskreis „Wider das Vergessen“ erinnert erneut mit Stolpersteinen an Opfer des NS-Regimes




Erneut hat der Arbeitskreis „Wider das Vergessen“ in Alsdorf an jüdische Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Vor dem Haus mit der Nummer 14 an der Annastraße. Dort, wo ab 1928 die Eltern Hermann und Feiga Nissenbaum mit den beiden in Alsdorf geborenen Söhnen Moshe und Leo wohnten. Das Haus, das der Vater selbst bauen ließ und in dem er eine Schneiderei betrieb, verkaufte er 1934 weit unter Wert. Um ein wenig Geld zu haben für die Flucht vor den erstarkenden Nationalsozialisten und deren mörderische Jagd auf Menschen jüdischen Glaubens. Die Familie kam mit dem Leben davon, sie siedelte sich im Gebiet des heutigen Palästina an.

Mit Stolpersteinen des Künstlers Gunter Demnig erinnerte der Arbeitskreis „Wider das Vergessen“ erstmals in Alsdorf an Menschen, die dem NS-Regime entkommen konnten. „Opfer waren aber auch sie“, sagte Bürgermeister Alfred Sonders, der angesichts aktuell zunehmender Fremdenfeindlichkeit mahnte, wachsam zu bleiben. Den Weg der Nissenbaums von einer geachteten Familie hin zu angefeindeten Mitbürgern zeichnete Dr. Franz Schneider bei der Gedenkfeier nach. Er hatte die Schicksale vieler jüdischer Familien in Alsdorf recherchiert und in einer Jahresausgabe des Alsdorfer Geschichtsvereins dokumentiert. Umrahmt wurde das Einlassen der vier Stolpersteine – Bürgermeister Alfred Sonders verlegte sie gemeinsam mit Pfarrerin Elisabeth Peltner, Franz Schneider und Bruno Baltes vom Arbeitskreis „Wider das Vergessen“ - von Liedern, die Pfarrer Ulrich Holste-Helmer vortrug. 

Verlegung der Stolpersteine in Alsdorf am 01.07.2018

(apa 02.07.2018)

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