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Neue Dokumentationstafeln erzählen die spannende Geschichte Alsdorfer Industriedenkmäler


Infotafel auf historischem Gemäuer: An der Bahnhofstraße an der Turbinenzentrale weist eine der Infotafeln auf den Wandel der Arbeitsplätze in Alsdorf hin. Hier beäugt von Bürgermeister Alfred Sonders (2.v.r.), den Projektinitiatoren Hans Vorpeil, Rudolf Bast, Nijaz Ganic (v.r.) und Hans-Peter Thelen (2.v.l.). Unterstützt wurde die Erstellung der Tafeln von Pro Energeticon e.V., vertreten durch Hans-Willi Grümmer (3.v.l.), und der Sparkasse, vertreten durch Gebietsdirektor Lothar Müller.

Der Pro ENERGETICON e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, das einzigartige Energie-Erlebnis-Museum mit vielfältigen Initiativen zu fördern. Wie das ENERGETICON selbst verfolgt er dabei das Ziel, eine Brücke aus der montan geprägten Vergangenheit unserer Region in die Zeit der regenerativen Energien und zukünftigen Energienutzungen zu schlagen. Wichtig ist dem Verein, das bei allem Wandel, den es für eine gute Zukunft zu gestalten gilt, die Wurzeln unserer Region nicht zu vergessen. Eine Region, die weiß, woher sie gekommen ist, erkennt auch, wohin sie gehen will und kann.

In dem Zusammenhang hat sich im Verein die „Arbeitsgruppe Projekte“ zusammengefunden, der die Mitglieder Hans Vorpeil, Rudolf Bast, Hans-Peter Thelen und Nijaz Ganic angehören. Ihre bisher verwirklichten Projekte sind: Weg der Energie im Annapark; Sonderausstellung Schwarzes Gold im Fördermaschinenhaus; Dokumentation Grubenunglück vom 21. Oktober 1930 in der Waschkaue des ENERGETICON; „Blickpunkt Hauptschacht Anna“ mit Panorama-Bild und Objektbetrachtern.   

Mit Blick auf das soeben zu Ende gegangene Jubiläumsjahr „25 Jahre nach dem Bergbau“ hat die Arbeitsgruppe zwei neue Projekte in Angriff genommen. Das eine ist eine Informationstafel zum Thema: Strukturwandel verändert die Arbeitswelt. Hier geht es dem Pro ENERGETICON e.V. darum, eine Bilanz zu ziehen, die vor dem Hintergrund der verlorenen ca. 4200 Bergbauarbeitsplätze im Jahr 1992 den bis heute erfolgreichen Strukturwandel in Alsdorf dokumentiert, mit rund 5600 neu geschaffenen Arbeitsplätze in den ersten 25 Jahren nach dem Bergbauende. Diese Dokumentationstafel steht auf der Bahnhofstraße, direkt neben dem Treppenaufgang zum Annaplatz, am historischen Ort des Industriedenkmals Turbinenzentrale.

Mit dem zweiten, neuen Projekt will der Pro ENERGETICON e.V. auf die erhaltenen Schätze aus der Zeit der Bergbauindustrie und ihre Bedeutung als Industriedenkmäler aufmerksam machen. Es geht um die Industriedenkmäler „Turbinenzentrale Anna“ aus dem Jahr 1928 und „Südliches Fördermaschinenhaus Hauptschacht Anna“ (1922). Auf zwei Informationstafeln wird auf die spannende Geschichte der beiden Industriedenkmäler hingewiesen, und es wird den Besuchern des Annaplatzes interessantes Wissen aus bergmännischer Vergangenheit der Anna-Betriebe vermittelt.

Im Industriedenkmal „Turbinenzentrale Anna“ befindet sich der verfüllte ehemalige Hermannschacht, der älteste Förderschacht des Bergwerks Anna, mit Beginn der Teufe im Jahr 1850 und der ersten Förderung im Jahr 1854. Zudem steht hier  eine doppelläufige Ljundstroem-Turbine aus dem Jahr 1938, mit einem Gewicht von ca. 150 Tonnen und mit einer damaligen Spitzenleistung von 34 MW. In der Schlussphase des zweiten Weltkriegs 1944/1945 diente diese Turbine als Notstromlieferant für die bereits sehr zerstörte Stadt Aachen. Diese Turbine steht ebenfalls unter Denkmalschutz.

Im „Südlichen Fördermaschinenhaus Hauptschacht Anna“ befindet sich die einzige noch in Deutschland erhaltene Dampffördermaschine, die von zwei Dampfturbinen der Firma Gutehoffnungshütte angetrieben wurde. Sie stammt aus dem Jahr 1922; die Installation der Maschine im Fördermaschinenhaus fand im gleichen Jahr statt. Auch diese Fördermaschine steht, wie das Gebäude selbst, unter Denkmalschutz.

Neben dem Engagement der vier Mitglieder der „Arbeitsgruppe Projekte“ sind die Verwirklichung dieser Projekte möglich geworden durch die großzügige Förderung der Kulturstiftung der Sparkasse Aachen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 2380 Euro hat die Sparkassenstiftung 1200 Euro übernommen. Der Dank des Pro ENERGETICON e.V. an die Sparkasse gilt stellvertretend Lothar Müller, dem Gebietsdirektor für die vier Kommunen der nördlichen Städteregionen.

(apa 08.01.2018)

 Kontakt

Harald Richter
Geschäftsführer


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D-52477 Alsdorf

Telefon: 0 24 04 / 59 911 - 11

E-Mail: 
harald.richter@energeticon.de

Internet: 
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