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Linienbus prallt frontal in Bankfiliale 




Gegen 18.24 Uhr wurde die Feuerwehr Alsdorf  zu einem Verkehrsunfall am „Mariadorfer Dreieck“ alarmiert. Nach erster Meldung sollte der Bus frontal in eine dortige Bankfiliale gefahren und zwei weitere PKW touchiert haben.

Vor Ort bestätigte sich das Meldebild.

Nach ersten Erkenntnissen war ein Linienbus von der Jülicherstraße kommend, nach links in die Eschweilerstraße abgebogen. Während oder unmittelbar nach dem Abbiegevorgang kam die Busfahrerin – aus bisher unklarer Ursache – mit ihrem Fahrzeug linksseitig von der Fahrbahn ab. Hierbei überfuhr der Bus die entgegengesetzte Fahrspur der Eschweilerstraße und prallte frontal in Hauswand eines Gewerbe- und Wohnobjektes.

Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich eine Bank. Aufgrund der Wucht des Zusammenstoßes wurde ein tragendes Wandstück zwischen zwei Fenstern der Bank weggerissen. Der Bus selbst kam mit der Fahrzeugfront in einem Beratungszimmer der Bank zum Stehen. Mauerwerk und Fensterteile wurden in den Geschäftsbereich geschleudert.

Glücklicherweise befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls weder Mitarbeiter, noch Kunden in der Bank. Die Bank hatte kurz vor dem Unfallzeitpunkt geschlossen.

Die Busfahrerin selbst wurde leicht verletzt und mit einem Rettungswagen in ein umliegendes Krankenhaus transportiert. Durch die Wucht des Zusammenpralls wurden ebenfalls zwei Fahrgäste im Bus verletzt und zur ärztlichen Betreuung einem Krankenhaus zugeführt.

Ein weiterer Verkehrsteilnehmer der mit seinem PKW die Eschweilerstraße befuhr, wurde durch den Zusammenstoß mit dem Bus ebenfalls leicht verletzt und in ein Krankenhaus transportiert.

Mit Blick auf das Unfallgeschehen kann man von großem Glück sprechen, dass es zu keinen weiteren, insbesondere keinen schweren Personenschäden gekommen ist.

Da durch den Zusammenstoß eine tragende Wand weggedrückt wurde, konnten Beeinträchtigungen der Statik des Gebäudes nicht ausgeschlossen werden. Durch den Einsatzleiter der Feuerwehr Alsdorf, Andreas Hodenius, wurde sodann der Bauchfachberater und Statiker des THW, Dr. Ing. Helmut Heuser, zur Einsatzstelle gerufen. Nach eingehender Prüfung wurde in Zusammenarbeit mit dem Fachberater, einem privaten Abschleppdienst und Einsatzkräften der Feuerwehr und des THW die Bergung des Busses eingeleitet.

Die Bergung gestaltete sich umständlich, da die Bremsen des Busses zunächst blockierten und das Fahrzeug nicht ohne weiteres geborgen werden konnte. Nach der Bergung wurden weitere beschädigte und von Absturz bedrohte Teile Außenfassade durch die Feuerwehr beseitigt.

Zur Stabilisierung und als Ersatz der vormaligen Mauerwand wurde im entstandenen Durchbruch mit massiven Baustützen unterbaut. Sowohl Stütz- als auch Verkleidungsmaßnahmen erfolgten während der Nachtstunden durch ein beauftragtes Fachunternehmen. Die Bank selbst wird bis zur vollständigen Wiederherstellung der Fassade durch einen Sicherheitsdienst bewacht.

Da zum Zeitpunkt des Einsatzes nicht bekannt war, ob und inwieweit die Statik des Objektes in Mitleidenschaft gezogen wurde, evakuierten die Einsatzkräfte um Einsatzleiter Andreas Hodenius sowohl die oberhalb der Bank gelegene Zahnarztpraxis, als auch mehrere im 2. und 3. Obergeschoss befindliche Wohnungen. Um nicht Wind und Wetter ausgesetzt zu sein, wurde für die betroffenen Wohnungsinhaber ein Mannschaftswagen als „Aufenthaltsraum“ bereitgestellt.

Nach Abschluss der Abstützarbeiten konnten die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

Gegen  22.35 Uhr waren die Bergungsarbeiten weitgehend abgeschlossen und es konnte mit der Abstützung der Wandfläche begonnen werden. Die Stütz- und Verkleidungsarbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an.

Durch die Polizei wurde die Einsatzstelle umfassend abgesperrt. Die Eschweilerstraße war im Bereich zwischen der Kreuzung Jülicherstraße und Kreisverkehr beidseitig gesperrt. Im Rahmen der Amtshilfe leuchtete die Drehleiter der Feuerwehr Alsdorf die Einsatzstelle aus und wurde zur Anfertigung von Luftbildaufnahmen der  Polizei eingesetzt.

Aufgrund der Einsatzart und des konkreten Einsatzgeschehens setzte die Feuerwehr Alsdorf die Bezirksregierung mittels sog. „Sofortmeldung“ in Kenntnis. Ebenso machte sich der 1. Beigeordnete der Stadt Alsdorf, Ralf Kahlen, persönlich ein Bild von der Lage vor Ort.

Trotz einer Vielzahl von Schaulustigen kam es – wie es selbstverständlich sein sollte – zu keiner Behinderungen von Einsatzkräften oder Rettungsarbeiten. Den Weisungen der Einsatzkräfte wurde umgehend Folge geleistet.

Angaben zur Schadenshöhe und zur Unfallursache können seitens der Feuerwehr Alsdorf nicht gemacht werden.

Neben Kräfte der Feuerwehr Alsdorf, waren das THW Alsdorf, die Polizei, ein privates Bauunternehmen, ein privates Abschleppunternehmen und der Bereitschaftsdienst des Ordnungsamtes in den Einsatz eingebunden.

(apa 05.01.2018)

 Kontakt

Christoph Simon
Brandmeister u. Pressesprecher 

Feuerwehr Alsdorf
Am Feuerwehrhaus
52477 Alsdorf 

Tel.: 02404 / 913310

E-Mail: 
pressesprecher@feuerwehr-alsdorf.de

Internet: 
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