Logo Alsdorf (Welle)

"Eine Stadt voller Energie entdeckt sich neu": 25 Autoren blicken zurück auf 25 Jahre nach dem Bergbau




In einem würdigen Rahmen fand die Präsentation des Autorenbuches „25 Jahre nach dem Bergbau. Eine Stadt voller Energie entdeckt sich neu“ im Fördermaschinenhaus im Energeticon statt. 25 Autoren, die dieses Ereignis aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten, analysieren oder aus ganz persönlicher Sicht  darstellen, machen das literarische Werk zu einem bemerkens- und lesenswerten Buch. Eine Kostprobe gab Thomas Thelen, stellvertretender Chefredakteur der Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten, als er aus seinem Beitrag vorlas und dabei seine ganz persönliche und innige Beziehung zu Alsdorf kundtat. Gut 100 Zuhörer bildeten das Auditorium. Unter den Autoren war auch der  Schirmherr des Veranstaltungsjahres „25 Jahre nach dem Ende des Bergbaus. Eine Stadt entdeckt sich neu“, Städteregionsrat Helmut Etschenberg“. Auch die beiden Verleger, Hans-Peter Thelen und Alfred Sonders, sowie zahlreiche interessierte Bürger und Amtsträger zollten den verdienten und lang anhaltenden Applaus. „Alsdorf, das ist meine Heimat“, lautete die Botschaft, und mit launigen Anekdoten und Erinnerungen an Kindheit und Schulzeit in einer vom Bergbau so geprägten Stadt wie es Alsdorf war, weckte Thomas Thelen bei den Zuhörern Assoziationen zu deren ganz eigenen biografischen Kapiteln „in der Heimat“.

In einer Diskussionsrunde, moderiert von Robert Esser, Redakteur von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten, kamen Macher, Zeitzeugen und Autoren zu Wort und schilderten ihre Eindrücke vom Strukturwandel der vergangenen 25 Jahre. Die 19-jährige Schülerin und Energeticon-Führerin Elishia Ackaa lebt erst seit sieben Jahren in Alsdorf, den Bergbau hat sie nicht kennengelernt, doch die Relikte dieser Zeit, die man allerorts vorfindet, haben sie neugierig auf ihre neue Heimat gemacht: „Dass Alsdorf eine besondere Historie hat, sieht man heute noch. Und die Geschichte prägt uns gegenwärtig und auch in der Zukunft“, sagte sie. Ehrenbürger Hans Vorpeil räumte ein, dass „der Erfolg der Stadt vor 25 Jahren unvorhersehbar gewesen“ sei. „Aber die Menschen haben nach dem Ende des Bergbaus sofort signalisiert, dass sie nicht aufgeben“, lobte er eine typische Alsdorfer Mentalität. Der Strukturwandel sei aber nach 25 Jahren noch nicht beendet: „Den gibt es immer, er ist Bestandteil des gesamten Lebens“, betonte Hans Vorpeil. An welchem Punkt man angekommen sei bei diesem (nicht endenden) Strukturwandel machte Hans-Dieter Collinet, damals in seiner Funktion als Ministerialdirigent und wie Hans Vorpeil einer der Wegbereiter und -begleiter zukunftsweisender Maßnahmen für die Stadt Alsdorf: „Wir hatten Visionen, wie der das heutige Annagelände aussehen sollte, für Wohnen, Kultur, Einzelhandel und mehr. Wir befinden uns heute in der Entwicklungsphase, in der das Gelände im Schatten des Fördergerüstes und der Zentralparkplatz einer für die Innenstadt nachhaltigen Nutzung zugeführt werden. Anna ist noch nicht fertig“, konstatierte Collinet.

Ganz andere Aspekte brachten Ehrenamtler Toni Klein, Handwerksunternehmer aus Alsdorf, und Prof. Marcus Baumann, Leiter der FH Aachen, in die Runde ein: „Alsdorf bietet alles, was eine lebenswerte Stadt braucht. Und dazu gehört auch das Ehrenamt“, stellte etwa Toni Klein fest. Dieses zu fördern und zu unterstützen, hebe das gesellschaftliche Miteinander auf eine höhere Ebene und trage zur Aufwertung des Lebensumfeldes bei. Prof Baumann mahnte an, dass man als zukunftsorientierte Kommune auch ein Augenmerk auf die Hochschulabsolventen aus der unmittelbaren Nähe, nämlich Aachen, haben müsse: „In Alsdorf haben sich bereits tolle Unternehmen angesiedelt. Damit das Potenzial, das an den Aachener Unis ausgebildet wird, auch in der Region bleibt, müssen die Rahmenbedingungen stimmen: Raum für Startups und ein ansprechendes Lebensumfeld.“ Alsdorf sei dabei auf einem sehr guten Weg. Damit diese und weitere Anforderungen an eine liebens- und lebenswerte Kommune erfüllt werden, müsse die Entwicklung weiter vorangetrieben werden, betonte auch Bürgermeister Alfred Sonders. Hier gelte das Augenmerk besonders auf die innerstädtische Entwicklung zu legen. Wie Hans Vorpeil und Hans-Dieter Collinet sieht er diese Phase im Strukturwandel bei weitem nicht abgeschlossen. „Wir haben uns in Alsdorf vielfältig aufgestellt, wirtschaftlich aber auch was die Lebensqualität besonders für Familien angeht. Viele neue Wohnansiedlungen, Investitionen in Schulen und Kitas, ein breit gefächertes Angebot an Freizeiteinrichtungen wie sie es auf so engem Raum in der Region kein zweites Mal gibt – das alles zeichnet uns jetzt schon aus. Wenn wir jetzt noch die Innenstadt ‚rund machen‘, dann – so kann man es sagen – haben wir es geschafft.“

Die 25 Autoren des Buches

Ein Vierteljahrhundert nach dem Ende des Bergbaus steht Alsdorf prächtig, aber noch nicht vollkommen da, lautete das Fazit nach einem ebenso unterhaltsamen wie informativen Abend. Den musikalisch Rahmen gestaltete das musikalische Duo Franz Brandt (Piano) und Johannes Flamm (Klarinette und Saxophon) mit modernen und klassischen Werken.

(apa 30.11.2017)

 Kontakt

Marion Wingen
Amtsleiterin 

Stadt Alsdorf
A 13 Amt für Kultur und Öffentlichkeitsarbeit

Hubertusstraße 17
D-52477 Alsdorf

Telefon: 0 24 04 / 50 - 390
Fax: 0 24 04 / 57 999 - 390

Das Werk „25 Jahre nach dem Bergbau. Eine Stadt voller Energie entdeckt sich neu“, herausgegeben von Alfred Sonders und Hans-Peter Thelen, ist zum Preis von 24 Euro in der Buchhandlung Thater, der AWD Druck + Verlag GmbH (Otto-Brenner-Straße 7) und im Shop des Energeticon erhältlich.

Autoren sind unter anderem Bürgermeister Alfred Sonders, Ehrenbürger Hans Vorpeil, Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Redakteure von Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten, Cinetower-Betreiber Leo Stürtz, SPD-Parteivorsitzender Martin Schulz, Unternehmer Hans-Willi Grümmer und mehr.

© Stadt Alsdorf