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Günter Riepe ist seit zehn Jahren als Schiedsmann aktiv. Weitere fünf sollen folgen.


Urkunde für zehn Jahre: Günter Riepe will auch weiterhin als Schiedsmann aktiv bleiben.

Wenn am Ende der Gespräche eine Einigung steht, ist Günter Riepe besonders zufrieden. Und so ist es meistens bei ihm. Schon viele Streithähne hat er im Lauf seines zehnjährigen Engagements als Schiedsmann in Alsdorf wieder miteinander versöhnt. Für seinen Einsatz ist er jetzt bei einer Feierstunde im Aachener Justizzentrum geehrt worden.

Richter Dr. Thomas Moosheimer hat ihm dabei nicht bloß eine Dankurkunde überreicht, sondern viele lobende Worte gefunden. „Es ist mir eine große Ehre, eine verdienstvolle Person mit solch einem großen Fachwissen auszuzeichnen!“ Es mag die berufliche Vergangenheit des ehemaligen Kommissars der Autobahnpolizei Eschweiler sein, die einen Teil von Günter Riepes Erfolg als Schiedsmann ausmacht. Oder sein vielfältiges Engagement in zahlreichen Vereinen, vom Stadtsportverband bis zum Landessportbund und natürlich in seinem geliebten Karneval, hier vor allem im Karnevalsausschuss Hoengen, dessen Präsident Riepe viele Jahre lang war und dessen Ehrenpräsident er heute ist. „Ich bin erfahren in sehr vielen Bereichen des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens“, sagt Riepe über sich – und das fließe ganz klar in seine Tätigkeit als Schiedsmann mit ein. Lebenserfahrung, die braucht man für solch eine Aufgabe. Wenn man ihn fragt, was das Schöne am Amt des Schiedsmanns ist, sagt er: „Ich kann Leuten helfen, denen sonst vielleicht nicht geholfen wird, oder nur mit viel Geld.“ Damit meint er, dass immer noch zu viele bei einer Streitigkeit vorschnell zum Anwalt gehen, statt es mit einem Besuch bei einer Schiedsperson zu versuchen. „Leider wissen immer noch zu wenige Leute, was wir leisten.“ Und zwar bei einer festen Gebühr, die Auslagen wie Portokosten beinhaltet und in der Regel zwischen 25 und 50 Euro liegt.

Günter Riepe ist zuständig für Mariadorf, Hoengen, Warden, Blumenrath, die Broicher Siedlung und Begau. Den übrigen Teil der Stadt betreut Doris Keller als Schiedsfrau. Etwa 10, 15 Fälle verzeichnet Günter Riepe pro Jahr. Und weil dabei stets beide Parteien, die ihn aufsuchen, an der „Urteilsfindung“ beteiligt sind, „sind richtig gute Erfolge möglich. In der Regel einigt man sich recht schnell“.

Die große Erfahrung von Günter Riepe hob bei der Feierstunde auch Hermann-Josef Schmitz, Vorsitzender der Bezirksvereinigung Aachen des Bundes Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen, hervor. „Obwohl bei Ihnen die empfohlene Altersgrenze von 70 Jahren überschritten ist, wäre eine Stadt gut beraten, an solchen Personen festzuhalten.“ Das kann sie, wie es aussieht, denn Günter Riepe möchte gerne eine dritte Amtszeit antreten. „Aber sicher! Ich bin in der Altgemeinde Hoengen bekannt und möchte mein gesammeltes Wissen auch künftig einbringen.“

Erreichbar ist Günter Riepe in seiner Tätigkeit als Schiedsmann unter 02404/61394. 

(apa 07.04.2017)

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