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Theater-Abo der Kulturgemeinde 2016/2017




Von mörderisch spannend bis leichtfüßig heiter: Viele große Emotionen und eine ganze Menge Abwechslung bietet die neue Spielzeit für 2016/2017, zu der die Kulturgemeinde Alsdorf in die Stadthalle am Denkmalplatz einlädt. Neun Termine stehen wieder an – und jeder einzelne von ihnen ist ein besonderes Bühnenvergnügen.

Jeweils montags und dienstags hebt sich der Vorhang um 20 Uhr. Zwei Termine gibt es pro Stück – und die sind wie immer ganz bequem im Abo zu haben. Günstig können Zuschauer so in den Genuss des Komplettpakets kommen – und jede Vorstellung auf ihrem persönlichen Stammplatz genießen. Acht Mal wird das Aachener Grenzlandtheater die Stadthalle besuchen, ein Mal ist dort die Fidele Bühne Waurichen zu Gast.

Den Anfang markiert diesmal am 26. und 27. September 2016 ein Stück, das es von der Bühne sogar auf die große Leinwand geschafft hat: „Der Gott des Gemetzels“. Starregisseur Roman Polanski hat das französische Stück unter anderem mit Kate Winslet und Jodie Foster verfilmt. Die Stärke der Handlung steckt in ihrer Einfachheit: Nachdem ihre Kinder sich gestritten haben, treffen sich abends die Eltern, um die Wogen zu glätten. Vier Personen am Wohnzimmertisch. Doch nachdem ein Wort das andere gibt und nach und nach unterdrückte Gefühle und Aggressionen zum Vorschein kommen, eskaliert die Situation. Gegen den Wutausbruch der Großen wirkt der Zwist der Kinder plötzlich wie ein Spiel.

Ein Klassiker der amerikanischen Moderne und zugleich ein Abgesang auf den „American Dream“ ist John Steinbecks „Von Mäusen und Menschen“ am 31. Oktober und 1. November 2016. Zwei Wanderarbeiter – der clevere George und der geistig zurückgebliebene Lennie – sind die Hauptfiguren. Beide träumen von einem besseren Leben auf einer eigenen Farm, doch soll sich dieser Traum nicht erfüllen. Denn ohne es zu wollen, tötet der bärenstarke Lennie eine Frau und George muss sich die Frage stellen, ob er seinen Freund vor der lynchwütigen Menge überhaupt schützen kann.

In „Wunder, Zoff und Zunder“ von Bernd Gombold geht es am 21. und 22. November 2016 um ein Problem, das sicherlich schon viele beschäftigt hat. Bürgermeister Hans Dampf lebt im Dauerclinch mit seinem Nachbarn, dem Dorfpfarrer Josef Keusch. Zudem ist seine Tochter Tina noch mit dem Sohn des verhassten Nachbar-Bürgermeisters zusammen, wobei dieser die Welt des Dorfpfarrers ganz schön durcheinander bringt. Der Bürgermeister Hans Dampf verliebt sich währenddessen und möchte alles für seine Geliebte tun. Um das Schlimmste zu verhindern, trickst Tommy den Bürgermeister und den Pfarrer aus, die sich dadurch aber versöhnen und gemeinsame Pläne schmieden.

Verstörend und spannend wird es am 12. und 13. Dezember 2016. Dann steht der Psychothriller „Die Therapie“ von Sebastian Fitzek auf dem Programm. Der Erfolgsroman des deutschen Autors, der sogar in Amerika von der Kritik bejubelt wurde, entfaltet auch in der Bühnenfassung einen beklemmenden Sog. Vier Jahre, nachdem die zwölfjährige Tochter eines Psychiaters spurlos verschwunden ist, lebt der Vater allein und abgeschieden. Bis eine unbekannte Frau ihn aufspürt und Hilfe sucht: Immer wieder erscheint ihr in Wahnvorstellungen ein kleines Mädchen, dass dann verschwindet. Der Psychiater beginnt eine Therapie, in deren Verlauf immer neue schreckliche Geheimnisse ans Licht kommen…

Musik gehört auch diesmal zum Spielplan. Das Musical, das das Grenzlandtheater am 6. und 7. Februar 2017 präsentiert, basiert auf einer der größten und zugleich tragischsten Liebesgeschichten, die je im Kino zu sehen waren: der „Love Story“. Die Geschichte der beiden Studenten Oliver und Jenny – er aus reichem Hause, sie aus armen Verhältnissen – steckt voller rührender und komischer Momente. Bis schließlich das Schicksal zuschlägt: Jenny erkrankt unheilbar an Leukämie. Die „Schicksalsmelodie“, die den Film als Titelthema begleitet, gehört zu den ganz großen Kompositionen der Filmgeschichte. Und in der Bühnenfassung des Musicals wird sie begleitet von zahlreichen Popsongs, die ebenso rasch ins Ohr gehen.

Wenn man so will, ist „Das Abschiedsdinner“ von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellère das glatte Gegenteil vom „Gott des Gemetzels“. Auch hier geht es um Dinge, die lange ungesagt blieben und sich am Abendtisch plötzlich Bahn brechen. Doch hier ist das Ergebnis eine schwungvolle Komödie, die alles andere als ein Blick in menschliche Abgründe ist. Was hier zelebriert wird, ist ein Lobgesang auf den Wert der Freundschaft. Viele Pointen begleiten das Ganze am 13. und 14. März 2017.

Gleich zwei Mal wird es in der Spielzeit ein Stück des französischen Autors Florian Zeller geben. Den Anfang macht „Vater“ am 24. und 25. April 2017. Aus der Perspektive des Vaters wird das Stück erzählt, doch dessen Sichtweise ist längst nicht immer klar. Denn der 80-Jährige André leidet an Alzheimer und versucht vergeblich, die Krankheit vor seinen Töchtern zu verbergen. In verschachtelten Szenen und mit Zeitsprüngen wird seine Geschichte erzählt. Wann ist André völlig bei Sinnen, wann ist seine Einschätzung getrübt? Das Publikum erhält Einblick in eine Biographie, die Stück für Stück vor seinen Augen verschwindet.

Das zweite Stück von Florian Zeller, „Eine Stunde Ruhe“, ist am 29. und 30. Mai 2017 zu sehen. Auch in diesem Stück geht es um einen gereiften Herrn, den 60-jährigen Michel, der mithilfe einer ganz besonderen Langspielplatte auf seine Jugend zurückblicken möchte. Doch die Stunde Ruhe, die er sich dafür gönnen will, wird überrannt von seiner Frau, seinem besten Freund, dem Sohn und unliebsamen Nachbarn. Irrwitzig und turbulent geht es in der Komödie zu. Wird Michel am Ende des Tages doch noch seine geliebte LP genießen können?

Im Stück „Herbstrasen“ von Eric Coble (10. und 11. Juli) spielt das Alter ebenfalls eine große Rolle. Die 79-jährige Alexandra lebt allein in ihrer New Yorker Wohnung. Doch ihre Kinder zweifeln sehr daran, dass sie das noch kann, denn selbst die Mutter kann die Zeichen des körperlichen und geistigen Verfalls nicht mehr ignorieren. Michel sucht das Gespräch mit ihr – und in dessen Verlauf streifen die beiden eine Familiengeschichte, die viele berührende und auch schmerzliche Momente offenbart.

Gut 1200 Abonnenten nutzen das Kombiticket für den kompletten Theaterspaß. Das bietet nicht nur den Vorteil des festen Sitzplatzes. Sollte jemand an dem einen Aufführungstag verhindert sein, kann er ganz bequem das Stück am jeweils anderen Abend genießen.

90 Euro kostet das Ticket, Schüler und Studenten zahlen  dafür nur 60 Euro. Karten sind erhältlich am Ticketschalter in der Alsdorfer Stadthalle am Denkmalplatz sowie unter der Telefonnummer 02405/4086-0. Infos online: www.stadthalle-alsdorf.de.

(apa 10.06.2016)

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